Wir über unsImpressumMailinglisteGästebuchKontakt
 
HSH-Aktuell
Herdenschutzhunde
Rassenbeschreibungen
Photo-Galerie
Kein Hass
FDHSH e.V.
Unser Verein
Ihre Ansprechpartner
Aktuelle Informationen
Empfehlen Sie uns!
 
Buchtipps
Der Wolf
Herdenschutzhunde
Beim Tierarzt
Wesen des Hundes
Erziehung/Umgang
Tiermedizin
Ausbildung


Info-Center
Wissenschaft
Tiermedizin
Hund & Recht
Herr & Hund
Link-Liste
  




Wissenschaft

Berichte und Informationen aus der Wissenschaft




Brief von Dr. Dorit Feddersen-Petersen
 
Webmaster - 27.04.2001 | 22:32

Brief von Dr. Dorit Feddersen-Petersen an den
Präsidenten des Bundesverwaltungsgerichtes.


An den
Präsidenten des Bundesverwaltungsgerichtes
Hardenbergstr. 31

10623 Berlin


Betr.: Urteil vom 19.01. 2000
BVerwG 11 C 8.99 OVG A 2 S 327 96


Sehr geehrter Herr Präsident,

schon lange wollte ich Ihnen mitteilen, daß ich in der Urteilsbegründung zum o. a. Urteil sachinhaltlich falsch, teilweise meinen wissenschaftlichen Befunden und den daraus von mir gezogenen Schlußfolgerungen diametral zitiert wurde. Es war meine völlige Überlastung im letzten Jahr, die die Späte meiner Reaktion erklärt. In meinen Büchern und Fachartikeln geht es um wissenschaftliche Daten - so etwa die Entwicklung verschiedener Hunderassen.. Passagen oder Sätze, aus dem Zusammenhang gerissen, wie Halbsätze, die ihrer Vollendung entbehren müssen, hören sich dann an, als würde Ich befürworten, daß Rassen a priori der Gefährlichkeit zu bezichtigen sind. Das war nie meine Meinung, das
lehrten die Ergebnisse unserer Untersuchungen nie.

Es gibt keine "gefährlichen Hunderassen", (weder nach Beißvorfällen noch wissenschaftlichen Erkenntnissen - ethologisch, tierzüchterisch, molekulargenetisch - folgen diese Benennungen seriösen, nachvollziehbaren Kriterien) - es gibt gefährliche Hundeindividuen. Die Wirksamkeit von Hunde VO, die insbesondere auf Hunderassenverbote u.a. ausgerichtet sind, muß gering sein, Willkür bei der Rasseauswahl muß vorliegen, da es Rassen mit geringer Population sind, die z.T. keine bzw. wenig Beißvorfälle verursachten. Eine Ausrottung von Rassen ist völlig unverhältnismäßig!

Der Begriff "gefährlicher Hund" ist vielmehr rasseneutral für Individuen über bestimmte Merkmale zu bestimmen (der Situation nicht angemessenes Aggressionsverhalten, Angriffe und ungehemmtes Beißen (ohne Beißhemmung) von Sozialpartnern (Artgenosse, Mensch u. a. 2 Tierarten). Hund und Mensch bilden stets ein "Beziehungsgespann"?. jede Hundezucht wie Hundeentwicklung, jedes Hundeverhalten wird vom Menschen entscheidend beeinflußt, der überwiegend ursächlich verantwortlich ist für gestörte Beziehungen zum Tier. Ich lege Ihnen ein Gutachten bei, welches ich 1999 für den Verband für das Deutsche Hundewesen (VDH) erstellte, zudem ein Manuskript - sowie meine Stellungnahme 2000 vor dem Deutschen Bundestag. Ich denke, meine Position ist eindeutig, das war sie immer. Ich finde es befremdlich, daß meine Aussagen entstellt werden und verweise ausdrücklich darauf, daß so etwas nicht wieder geschehe.


Mit freundlichem Gruß

Dr. Dorit Feddersen-Petersen

Quelle: Dr. Dorit Feddersen-Petersen




Weitere Beiträge >>

[ Zur Übersicht ]


Copyright © Freunde des Herdenschutzhundes 2000-2002 www.freunde-des-herdenschutzhundes.de
Powered by Webtoaster.de