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 Herdenschutzhund Pyrenäenberghund

Rasse: Pyrenäenberghund
Weitere Namen: -
Herkunftsland: Frankreich
Verwendung: Schutz der Viehherden, Territoriumswächter
Farbe: Weiß mit hellen grauen und gelben Abzeichen, schwarze Abzeichen an Kopf, Rumpf und Rute
Größe: Rüden bis 80 cm, Hündinnen bis 73 cm
Gewicht: Rüden bis 60 kg, Hündinnen bis 45 kg

"Es gibt keine andere Hunderasse, die eine so glorreiche und farbenprächtige Geschichte wie die der Pyrenäenberghunde vorweisen könnte",

So heißt es in dem Buch von Mrs. Harper Trois-Fonteneys "Meine Reisen und meine Hunde".

Herkunft
Ein Vertreter der grossen, weißen Herdenschutzhunde ist der Pyrenäenberghund. Der Name ist ihm durch seine Herkunft gegeben, den Pyrenäen. Ursprünglich stammen die Vorfahren des heutigen Pyrenäenberhundes aus Asien. Aus den römischen Kunstbrevieren, besonders aus den Alpenländern, werden sie als Stammvater des modernen Bernhardiners beschrieben, was auch wahrscheinlich ist. In jenen Tagen, als noch Grossraubtiere in den Pyrenäen umherstreiften, wurden diese Hunde zum idealen Leiter und Beschützer der Herden. Die Pyrenäenberghunde waren beinahe unbesiegbar, weil ihre natürliche Decke aus einem langen dichten Pelz bestand, welche sie gegen einen Angriff schützte.

Allgemeine Charakteristiken des Äußeren
Das allgemeine Erscheinungsbild zeigt einen großen imposanten, kräftig gebauten Hund, jedoch nicht ohne gewisse Eleganz. Die Höhe des Rüden liegt zwischen 70 und 80 cm, die der Hündin zwischen 65 und 72 cm. Das Gewicht des Rüden sollte bei ca.60 kg und das der Hündin bei ca. 45 kg liegen.
Der Kopf ist im Verhältnis zur Größe nicht allzu mächtig. Die Lefzen sind schwarz oder sehr kräftig schwarz markiert. Die Nase muß völlig schwarz sein. Die kleinen Augen sind dunkel bernsteinfarbig, aufgeweckt und bedächtig im Ausdruck. Sie sind von dicht anliegenden, schwarz geränderten Lidern umschlossen und leicht schräg gestellt. der Blick ist sanft und verträumt. Die Ohren sind ziemlich klein; dreieckig mit abgerundeter Spitze; flach gegen den Kopf fallend. Der Hals ist kräftig und kurz. Am Körper reicht die Brust nicht allzu tief hinab, ist aber breit und lang; der Rücken ist gerade und fest.
Die Vorderbeine sind gerade, kräftig und gut behaart. Reicher und länger in der Behaarung sind die Hinterbeine. Die Oberschenkel sind stark bemuskelt. Ein Rassemerkmal sind die an den hinteren Gliedmaßen getragenen und gut ausgebildeten doppelten Afterkrallen. Die Rute ist lang, buschig, eine Fahne bildend und in Ruhestellung tief getragen; beim aufgeweckten Hund hebt sie sich und krümmt sich stark über den Rücken(er schlägt das Rad, "arroundera" in der Sprache der pyrenäischen Bergbewohner).
Das Haar ist recht dicht und schlicht; ziemlich lang und weich; länger an der Rute und um den Hals; es ist weiß oder weiß mit grauer(Dachsfarbener)blaßgelben, wolfsfarbenen oder orange-farbenen (rostigen) Flecken an Kopf, Ohren und Schwanzansatz. Trotz seiner Größe besitzt der Pyrenäenberghund ein sehr fließendes Gangwerk, wirkt niemals schwerfällig, sondern im Gegenteil sehr elegant; seine Winkelungen erlauben ihm eine ermüdungsfreie Bewegung!

Wesen
Der Pyrenäenberghund ist ein umgänglicher und bequemer Hund, er ist überwiegend gehorsam und lieb. Der Besitzer sollte von Anfang an vermeiden, schärfe oder Aggression in ihm zu wecken, dies wäre bei einem so großen Hund viel zu gefährlich. Er ist kein Gebrauchshund sondern er besitzt noch instinktiv alle guten Eigenschaften die einen "Hirtenhund" auszeichnen! Die Hunde sind keine reinen Haushunde, dieses würde ihrer Natur widersprechen! Sie leben auf einem großen Grundstück oder im Garten, lieben lange Spaziergänge oder Fahrradfahrten, versäumen aber nicht, regelmäßig ins Haus zu kommen um die ganze Familie zu begrüßen. Pflege brauchen die zum Teil schneeweißen Pyrenäenberghunde wenig. Lediglich die Hängeohren und die Augen werden regelmäßig gereinigt und die beiden rassetypischen After-oder Wolfskrallen an den Hinterläufen gestutzt. Gelegentlich werden sie gekämmt und gebürstet. Baden ist ihnen fremd. Dennoch sind sie stets weiß und sauber, Sommer wie Winter. Kurzum, bei richtiger Behandlung und Erziehung ist der Pyrenäenberghund der ideale Familienhund, Kamerad der Kinder und eindrucksvoller Wachhund. Er ist in der Familie die Gutmütigkeit in "Person".

© Gerd Maumene (Text), Karin Scholten-Elfferich (Bild 1), Ingrid Wegele (Bild 2), Freunde des Herdenschutzhundes
 


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