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 Herdenschutzhund Polski Owczarek Podhalanski

Rasse: Polski Owczarek Podhalanski
Weitere Namen: Podhalaner, Tatrahund, Tatra Mountain Dog, Polish Tatra Sheepdog (GB, USA)
Herkunftsland: Polen
Verwendung: Herdenschutzhund, Territoriumswächter
Farbe: Rein weiss, cremefarbige Schattierungen sind unerwünscht
Größe: Rüden bis 70 cm, Hündinnen bis 65-cm
Gewicht: Rüden bis 55 kg, Hündinnen bis 50 kg

Dieser große Hirtenhund (Owczarek) hat seinen Namen von seiner Heimat, dem Bergland Podhale nördlich der Karpaten oder der Hohen Tatra, der höchsten Erhebung in den West-Karpaten, an der tschechisch-polnischen Grenze. Er ist ein eindrucksvoller Herdenschutzhund, der auch allgemein als sehr guter Wachhund gilt. Der Owczarek Podhalanski ist ein kräftig gebauter Hund. Wie allen Herdenschutzhunden ist ihm Kraft und Beweglichkeit mitgegeben. Podhalaner gelten als ausgeglichen und ruhig.

Wesen und Eignung
Der Podhalaner ist nicht nur ein schöner und effektvoller Begleithund, sondern als großer, typischer Herdenschutzhund von mittlerem Temperament mit hoher Reizschwelle und wenig Neigung zur Schärfe, auch ein absolut zuverlässiger und unbestechlicher Wächter. Als Wachhund bedarf er keiner besonderen Ausbildung, die Neigung alles ihm anvertraute zu beschützen ist ihm angeboren . Er ist wachsam und verteidigungsbereit, aber nicht aggressiv oder angriffslustig. Diese Hunde sind auf ihr "Rudel" fixiert und so verschmust und verspielt sie sich in der Familie und Freunden gegenüber zeigen, so mißtrauisch bis abweisend verhalten sie sich zu Fremden. Nur wenige Exemplare eignen sich zum "Allerweltshund". Ein gewisses Maß an Toleranz können aber alle lernen. Der Podhalaner verfügt über eine ausgeprägte Bereitschaft zur Verteidigung und zeigt dabei das typische Abwehrverhalten des Herdenschutzhundes: Ausgeprägtes Drohen, Scheinangriffe unter Vermeidung der ernsthaften Auseinandersetzung. Dieses, für den an der Herde arbeitenden Hund, unter Umständen lebenserhaltende Verhalten darf nicht mit Feigheit verwechselt werden.denn es ist ein Glück, daß der Podhalaner seine Zähne nur im äußersten Notfall einsetzt. Läßt ein Gegner sich durch Drohen und Scheinangriffe nicht vertreiben, so daß ein Kampf unausweichlich ist, kämpft der OP hart und kompromißlos. Deshalb sollte man einen Podhalaner niemals als Schutzhund "scharf machen", da dadurch sein angenehmes Wesen verloren geht.

Ihre angeborene Neigung zur Dominanz macht sie im Umgang mit fremden Artgenossen, besonders gleichgeschlechtlichen und andersrassigen, zuweilen recht schwierig. Daher ist viel freies innerartliches Spielen für den Welpen sehr wichtig. Bei guter Sozialisierung gibt es auch später beim erwachsenen Hund keine Schwierigkeiten. Anderen Tieren gegenüber zeigen sie sich in der Regel tolerant bis freundlich. Überhaupt wird alles was klein und hilflos erscheint, automatisch beschützt.

Obwohl sie ihrem Menschen treu ergeben sind, ordnen sie sich nur schwer unter. Deshalb müssen Welpen und Junghunde dieser Rasse bereits sehr früh konsequent und mit deutlichem Nachdruck eingeordnet werden. Wenn die Positionen innerhalb des Rudels im ersten Lebensjahr klar geregelt werden, gibt es bei der Erziehung keine Probleme. Auch Rüden suchen dann später nicht die Auseinandersetzung mit ihren Menschen. Das Wohl des Rudels steht vor dem Eigennutz. Ein souveräner Anführer wird nicht in Frage gestellt. Wie alle Herdenschutzhunde zeigen sie niemals blinden Gehorsam, aber wenn es drauf ankommt, kann man sich immer auf sie verlassen, denn ein Podhalaner "denkt" mit. Diese Hunde wurden von Anfang an auf die Fähigkeit zu selbständigem Handeln selektiert, so daß sie die jeweilige Situation gut einschätzen können.

Durch sein besonderes Wesen eignet er sich hervorragend zur Bewachung großer Anwesen und gleichzeitig als Spielkamerad für die ganze Familie. Auch der erwachsene Hund spielt sehr gern und liebt es, wenn er ordentlich geknuddelt wird. Er liebt "seine Menschen" über alles und würde alles für sie tun. Aggression gegenüber der eigenen Familie ist bei korrekter Haltung und Erziehung undenkbar. Wächst er mit Kindern auf, wird er ihnen immer ein zuverlässiger Beschützer und Spielkamerad sein.

Haltung
Der Podhalaner ist absolut wetterfest und liebt den Aufenthalt im Freien. Aufgrund seiner Größe, seines Haarkleides und seines Naturells eignet er sich nicht so gut für die Haltung in der Stadtwohnung, sondern besser für ein Leben "auf dem Land", wo er selbst entscheiden kann, ob er drinnen oder draußen sein möchte und sich im sicher eingezäunten Garten frei bewegen kann. Er geht gern spazieren, braucht aber keinen 20 km Dauerlauf. Viel wichtiger sind die täglichen Tobe- und Kuschelstunden, denn ein Podhalaner ist ein Herdenschutzhund der die Nähe des Menschen sucht.

© Rita Paeper (Text, Bild 1), Angelika Sassenberg (Bild 2), Freunde des Herdenschutzhundes
 


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