Farbe: grau, silber, rötlich, gelblich, brauntöne, schwarze Maske |
Herkunft
Der Kaukasische Owtscharka stammt aus den Gebirgsregionen des Kaukasugebietes insbesondere den Regionen Georgiens, Armeniens, Aserbaidschans sowie deren angrenzenden Steppenlandschaften (ehemalige Gebiete der UDSSR). Von den dort lebenden Hirten wird der Kaukasische Owtscharka seit Jahrhunderten als Wach- und Herdenschutzhund eingesetzt. Seine excellenten Eigenschaften hinsichtlicht Treue und Ergebenheit dem Hirten gegenüber sowie die natürliche Eigenschaft der unbestechlichen Wachsamkeit und die Konsequenz mit der Haus und Hof verteidigt werden sind ebensolange bekannt. Die dieser Rasse zugeschriebenen Eigenschaften in Bezug auf Härte, Ausdauer und Widerstandskraft sowie die einzigartige Fähigkeit sich ohne weiteres unterschiedlichsten klimatischen Bedingungen anzupassen, haben zu einer weiten Verbreitung in fast alle Regionen der früheren UdSSR geführt. Während im Westteil Deutschlands bis 1990 der Kaukasische Owtscharka äußerst selten zu finden war, spielte er in der ehemaligen DDR als Grenzwachhund ab 1950 eine bedeutende Rolle. Weltweit sind Populationen in den USA, Kanada, Polen, der Tschechei, Ungarn und den ehemaligen Staaten der UDSSR zu finden.
Wesen
Der Kaukasische Owtscharka hat eine natürlich hohe Bereitschaft zur Verteidigung des ihm anvertrauten Reviers. Ebenso werden Schutzbefohlene mit größter Aufmerksamkeit und unbestechlicher Konsequenz beschützt und auch verteidigt. Diese Eigenschaften, welche eine unüberlegte Anschaffung strikt verbietet, hat letztendlich zur nur eingeschränkten Verbreitung dieser Hunderasse geführt. Owtscharki sollten die Möglichkeit des weiten Auslaufes und die der Wach- und Schutzaufgabe in einem eingezäunten Bereich haben.
Allgemeine Charakteristiken des Äußeren
Der kaukasische Owtscharka muss athletisch, kraftvoll und starkknochig gebaut sein. Seine Muskulatur muss ebenso stark wie gut entwickelt sein. Der gegenüber der Hündin um 5 -10 cm größere Rüde sollte mit dem Gewicht gut proporzioniert zur Körpergrösse stehen. Fettleibigkeit und die daraus resultierende Einschränkung der Bewegungsmöglichkeiten sind unbediengt zu vermeiden. Wie bei anderen Herdenschutzhunderassen auch sollen sich Rüde und Hündin geschlechtstypisch unterscheiden. Dem athletischen und kraftvollen Rüden steht eine etwas zierlichere, leichtere Hündinn gegenüber. Die Struktur des Felles entspricht den klimatischen Anforderungen an die Hunde. Während das Deckhaar derber Struktur ist, ist das Unterfell weich und, insbesondere im Winter, dicht entwickelt.
Anforderungen / Haltung
Durch die bereits oben beschriebenen natürlichen Eigenschaften der Owtscharki stellt sich die Frage ob der Haltung eines solchen Hundes ausserhalb eines größeren Revieres. Dazu ist grundsätzlich anzumerken, dass es niemals ausbleiben kann einen Herdenschutzhund trotz Gewöhnung an eine Viehherde an den Umgang mit anderen Menschen und Tieren, insbesondere mit Hunden, zu gewöhnen (sozialisieren) und zu erziehen. Letztlich kommt es darauf an aus welcher Umgebung der Hund in die Familie aufgenommen werden soll. Ist es ein Hund aus dem Tierheim, so sind dessen Geschichte und Eigenschaften genau zu erfragen und die eigenen Möglichkeiten der Erziehung des Hundes und die notwendigen Haltungsvoraussetzungen kritisch zu prüfen. Verantwortungsvolle Mitarbeiter in den Tierheimen werden gerade letztgenannte Voraussetzung streng kontrollieren. Soll es ein Welpe oder Junghund sein so ist darauf zu achten, dass der Hund aus einer kontrollierten Zucht, mit nachgewisenen positiven Eigenschaften beider Elterntiere, stammt. Wir warnen ausdrücklich davor "wild" gezogene Owtscharkas zu erwerben. Sie stammen in aller Regel aus unkontrollierten Zuschtstätten, und darüberhinaus meist von nicht- oder nur schlecht sozialisierten Elterntieren ab.
Immer muss sich der zukünftige Halter eines Owtscharkas darüber im klaren sein mit welcher Herdenschutzhunderasse er es zu tun hat. Ihm müssen jederzeit die Eigenschaften und Fähigkeiten der Hunde bekannt sein. Eine unvorbereite Anschaffung endet mit dem Einzug des Hundes in ein Tierheim. Das muss vermieden werden.
© Thomas Götz (Text), Anja Gobmaier (Bild 1), Freunde des Herdenschutzhundes |