Die 22-jährige Frau hatte am Donnerstag kurz vor 22 Uhr mit ihren beiden Hunden Gassi gehen wollen. Nachdem sie ihre Wohnung in der Bachstraße verlassen hatte, ließ sie das größere Tier frei laufen. Einen kleineren Terrier führte sie an der Leine.
An einer Wiese an der Matthäus-Kirche kam plötzlich ein Mann auf die junge Frau zu, packte ihren rechten Oberarm und sprach sie auf deutsch mit ausländischem Akzent an. Anhand der Stimme erkannte die Frau sofort und zweifelsfrei den Täter wieder. Denn er hatte sie bereits im November im näheren Tatortbereich vergewaltigt. Doch aus Angst hatte die Frau die Tat seinerzeit nicht bei der Polizei angezeigt.
Doch diesmal machte der freilaufende Hund dem Unhold einen Strich durch seine niederen Absichten: Der Vierbeiner schoss aus dem Gebüsch hervor und half seiner Herrin. Er biss den Angreifer in den Unterschenkel. Der Täter wehrte sich und trat nach dem Hund, der daraufhin ein zweites Mal zubiss - diesmal aber so kräftig und unglücklich, dass ihm ein Zahn abbrach. Die Frau konnte den Augenblick nutzen und in ihre Wohnung flüchten.
Die Polizei fahndet nun wegen Vergewaltigung und versuchter Vergewaltigung nach dem etwa 35 Jahre alten Mann. Er ist 1,80 bis 1,90 Meter groß, von kräftiger Figur, aber nicht dick. Er trug zur Tatzeit schwarze schulterlange, gewellte Haare und einen Schnäuzer. Im Ohr hatte er einen Ohrstecker. Bekleidet war er mit einer schwarzen Lederjacke, einer dunklen Jeans und weißen Turnschuhen mit großen blauen Streifen. |