In Südfrankreich ist ein Hundeschmugglerring ausgehoben worden, der seit 1998 mit dem illegalen Import von 3000 Welpen aus Osteuropa nach Einschätzung der Polizei 760000 Euro Gewinn erzielt hat. Zwei Frauen und ein Mann im Alter zwischen 30 und 58 Jahren seien in der Ortschaft Romans im Departement Drôme festgenommen worden, teilte die Polizei am Donnerstag mit. Nach den ersten Ermittlungen wurden die Welpen aus Osteuropa über Belgien nach Frankreich importiert. In Belgien wurden für die Hunde gefälschte Papiere ausgestellt. Die Welpen wurden im Alter von sechs Wochen ins Ausland verfrachtet und entgegen den Bestimmungen der Europäischen Union nicht gegen Tollwut geimpft. Sie wurden für 450 bis 600 Euro auf Hunde-Messen oder Märkten verkauft.
Die französische Tierschutzvereinigung Antac schätzt, dass allein 1999 rund 100000 Hunde illegal nach Frankreich eingeführt wurden. Mit gefälschten Papieren wird den Käufern vorgegaukelt, sie stammten von französischen Züchtern. Die Länder Osteuropas bieten sich zur billigen Aufzucht von Hundewelpen an, weil dort die strengen EU-Tierschutzrichtlinien nicht gelten. "Le Monde" berichtete, dass Bauern in Polen, Ungarn, Tschechien und der Slowakei jährlich rund 4000 Euro erhalten, wenn sie ihre Höfe auf Hundezucht umstellen, um so den Nachschub von Rassewelpen zu gewährleisten. |